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Test: Borderlands 2


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Unerlässlich für den Spaß sind die Spielmechaniken von Borderlands 2. Will man den Titel einem konkreten Genre zu ordnen, trifft es die Bezeichnung “Roleplaying Shooter” wohl am besten. Konkret bedeutet das, dass sich in Gearbox’ First-Person-Game klassische Egoshooter-Mechaniken mit mehr oder weniger komplexen Rollenspiel-Elementen die Hände reichen.

Die Egoshooter-Mechaniken sind schnell erklärt: Ego-Perspektive, Waffe vor der Nase, Granaten im Gepäck und haufenweise Gegner, die ins Jenseits geballert werden sollten. Wesentlich spannender dürften da schon die genannten Rollenspielelemente sein, die sich grob in zwei Hauptprinzipien unterteilen lassen. Erfahrungspunkte und Sammelwahn sind hier die beiden zentralen Begriffe.
Die rollenspieltypischen Erfahrungspunkte werden für die verschiedensten Handlungen innerhalb der Spielwelt verteilt. Egal ob man sich hauptsächlich der aktiven Sterbehilfe widmet, Entdecker spielt oder sich hilfsbereit als Mädchen für alles anbietet, die wertvollen Punkte regnet es nahezu ununterbrochen auf euer Konto. Natürlich sammelt ihr die Punkte nicht umsonst, sondern wirtschaftet damit eurem nächsten Levelaufstieg entgegen. Dieser verbessert nicht nur eure Attribute, wodurch ihr stärker und widerstandskräftiger werdet, sondern gewährt euch zusätzlich die begehrten Skill-Punkte. Letztere können in einen von drei vollkommen verschiedenen Skill-Bäumen angelegt werden, wodurch ihr euren Charakter an eure Spielweise anpassen könnt.

Der zweite zentrale Begriff stellt die Hauptmotivation des Spiels dar, ein gut und gerne als Diablo-esk zu bezeichnender Sammelwahn. Wie viele Waffen und Ausrüstungsgegenstände im Spiel insgesamt um die Gunst der Spieler buhlen wissen wohl noch nicht mal die Entwickler bei Gearbox, fest steht, es sind viele, sehr, sehr viele (Borderlands 1 schaffte es mit 17,75 Millionen Waffen ins Guiness-Buch der Weltrekorde;der neue Teil übertrifft diesen Rekord)! Bei diesem enormen Aufgebot dürfte für jeden Spielertyp etwas dabei sein, was uns zu einem großen Vorteil von Borderlands 2 führt.

An dieser Stelle muss erwähnt werden, dass diese beiden Hauptprinzipien in einem weniger abwechslungsreichen Spielsystem münden. Die meiste Zeit ist man damit beschäftigt irgendetwas für irgendwenn zu holen, zu Ort XY zu fahren und ohne Ende Gegner zu kloppen. Alles nur, um am Ende eine bessere Waffe in den Händen halten zu können. So langweilig das auch klingen mag, hat es Gearbox mit der einzigartigen Welt, dem schrägen Humor und dem abgefahrenen Design geschafft, auch dieses Problem zu überwinden. Natürlich muss eine gewisse Affinität zum Sammeln und Suchen gegeben sein, um mit dem Spiel Spaß haben zu können, für den Rest sorgt das Spiel selbst.

Die enormen Möglichkeiten, die das Spiel in Sachen Skill-Punkte, Waffen, Ausrüstung und Spielweise bietet, erlauben jedem Spieler das Spiel individuell an seine Spielweise anzupassen. Das schließt auch die Komplexität des Spiels mit ein. Wer sich gerne in Menüs und Attributen verirrt findet hier genau so seine Nische wie die, die kurz gucken, dass ihre Schrotflinte möglichst stark ist und dann mit dem Lauf voraus in das nächste Banditen-Lager stürmen. Es ist auch egal, ob man das Spiel als alter Pandora-Veteran reinschmeißt, um sich die nächsten drei Stunden durch die Einöde zu schießen, oder ob man die Konsoledisc mal für eine kleine Splitscreen-Runde mit einem Freund rotieren lässt.

Ein weiterer Vorteil sind die tollen Koop-Funktionen, die sowohl das gemeinsame Zocken zu zweit im lokalen Splitscreen oder zu viert via System-Link oder Online-Service unterstützen. Eine gemeinsame Partie ist schnell eingerichtet, egal ob ihr bereits mitten in einem Spiel seid oder gerade eine Partie startet. Ein schneller Knopfdruck genügt und schon könnt ihr euch in das Spiel eines Freundes einklinken und ihm bei seinen Aufgaben unter die Arme greifen. In solchen Mehrspieler-Partien passen sich die Kreaturen innerhalb der Spielwelt an die Situation an und werden stärker, dies führt allerdings auch zu besserer Beute für die Jäger, also euch.

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  1.  
    geiles game!
  2.  
    Geniales Fazit - danke hierfür!
  3.  
    Auf jeden Fall ein Anwärter für GotY. <3
  4.  

    Zitat

     [...]das leicht gestörte, das über pubertäre, dumme Witze lacht, während es Comics liest.

    Mehhh...dann muss ich's vielleicht doch mal irgendwann noch spielen...
  5.  
    Ausgezeichneter Test Rapha! 

    Zitat

    Auf jeden Fall ein Anwärter für GotY. <3
    Da gebe ich dir Recht Rinku, Borderlands 2 ist wirklich einsame Spitze! Und eine Sache gefällt mir persönlich am allermeisten: Die Tatsache, dass Borderlands 2 endlich auch mal alleine unterhält! Den Vorgänger konnte man ja kaum alleine spielen, weil es ansonsten viel zu langweilig geworden ist.
  6.  
    Momentan habe ich wirklich mehr Angst davor das Spiel zu starten, als mich über den Spielspaß zu freuen.

    Mein BadAss Rang wurde ja schon vor Tagen auf 0 zurückgesetzt. Nun habe ich wieder ein paar Punkte mit einem Freund zusammengesammelt und schwupps bei ihm ist der Reset heute zum zweiten mal passiert.

    Noch viel schlimmer als dies, ist allerdings, dass das komplette Savegame, inklusive aller Charaktere und Fortschritt flöten gehen kann. Zumindest auf 360 und PC ist dieser Bug bekannt. Grund sind die guten Modder. ;)

    Dadurch, das sie ihr Spiel verändern ist es mit den regulären Spielern nicht mehr kompatibel. Die Folge:

    Alle Daten weg bei den normalen Spielern.

    Ein Spiel mit so vielen Bugs habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Das letzte war Test Drive Unlimited 2, wo auch mein kompletter Speicherstand verschwunden ist.

    Euch allen viel Glück, aber so macht Borderlands 2 wenig Spaß.



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