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Dishonored: Interview mit Harvey Smith


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Mit dem First-Person Abenteuer Dishonored: Die Maske des Zorns entführen euch die Arkane Studios in die Steampunk-Stadt Dunwall. In der Haut von Corvo Antano müsst ihr dort miterleben, wie die euch schutzbefohlene Kaiserin ermordet wird. Als ihr mit Blut an den Händen und der Leiche der Herrscherin im Arm aufgefunden werdet, besteht für die Welt kein Zweifel; Ihr, der Leibwächter der Kaiserin, habt die politische Führung von Dunwall ermordet. Schnell wird euch der Prozess gemacht und die Todesstrafe über euch verhängt. Gefangen in der dunklen Zelle, wartet ihr auf die Vollstreckung der Strafe. In diesen hoffnungslosen Stunden, erfüllt von dem Schrei nach Vergeltung, erscheint euch der “Outsider”, ein mächtiges Wesen in Menschengestalt, und bietet euch nicht nur die Flucht, sondern auch die Möglichkeit zur Rache. Er überreicht euch die mächtige Maske des Zorns, die Corvo Antano mit faszinierenden Kräften ausstattet.

Im Rahmen der gamescom 2012 hatten wir die Chance ein Interview mit Harvey Smith zu führen und konnten die Entwicklergröße bezüglich des potenziellen Tophits Dishonored ausfragen.

topoftheGAMES (totG): Hallo Harvey, könntest du dich bitte für diejenigen Leser, die dich noch nicht kennen sollten vorstellen?

Harvey Smith (HS): Mein Name ist Harvey Smith, ich bin Co-creative Director für Dishonored: Die Maske des Zorns bei den Arkane Studios.

totG: Wie würdest du Dishonored mit so wenig Wörtern wie möglich beschreiben, für jemanden der nichts über das Spiel weiß?

Harvey Smith: Ein übernatürlicher Assassine in einer Steampunk Stadt.

totG: Könntest du uns etwas über den “Outsider” erzählen? Was ist seine Aufgabe und wie passt er in die Story?

Harvey Smith: Der “Outsider” ist die einzige gottähnliche Erscheinung im gesamten Dishonored-Universum. Er ist Gott und Teufel in einem, er ist die Quelle aller Magie in der Welt und lebt an einem Ort namens “Void”. Er erscheint rachsüchtigen Personen und verleiht ihnen enorme Kräfte, anschließend beobachtet er die von ihm auserwählten, wie sie mit den neuen Mächten umgehen.

totG: Dishonored bietet eine breitgefächerte Palette von Möglichkeiten eine Situation zu lösen. Wird es im weiteren Spielverlauf Unterschiede geben, abhängig davon, ob man sich in einer Situation für den Weg des leisen Assassinen entscheidet oder die Passage wie eine Rambo-Killermaschine durchballert?

Harvey Smith: In Dishonored führen wir das sogenannte Chaos-System ein. Wir erfassen, wie viele Leute ihr tötet, insbesondere wie viele unschuldige Menschen darunter sind. Davon ausgehend entwickelt sich das Spiel. Anstatt das Ganze aber einfach auf etwas Gutes oder Böses hinauslaufen zu lassen, beeinflusst der Chaosgrad die Stabilität der Welt. Tötet ihr also viele Leute und macht auch vor Unschuldigen keinen Halt, dann schraubt sich der Chaoswert nach oben. In Folge dessen laufen mehr Ratten durch die Stadt, es gibt mehr Infizierte und andere Dialog-Zeilen. Wenn du jeden in der Welt abschlachtest, dann destabilisierst du sie. Wenn du jedoch ganz akribisch vorgehst und versucht kaum Leute zu töten, dann ist die Welt am Ende stabiler.

totG: Corvo Antano bekommt nach und nach immer bessere Fähigkeiten und größere Stärke, wie stellt ihr sicher, dass das Spiel nicht zu einfach wird?

harvey-smith-spielografieHarvey Smith: Nun ja, zum einen kosten die Kräfte Mana, du musst also die ganze Zeit Tränke sammeln und sie verwenden. Jede Kraft setzt auf Mana und je machtvoller die Kraft, umso größer ist auch der Mana-Verbrauch. Dazu kommt noch, dass die Kräfte immer nur für eine gewisse Zeit wirken. Stoppst du beispielsweise die Zeit, dann hält das nicht ewig an. Du hast vielleicht zehn Sekunden, aber nicht mehr. Wenn du von jemandem Besitz ergreifst, dann kontrollierst du ihn nur für eine kurze Zeitspanne, 10 vielleicht 12 Sekunden, aber dann ist es wieder vorbei. Das sind Beispiele für Möglichkeiten wie wir versuchen eine Balance in das Spiel zu bringen. Zum anderen haben wir insgesamt vier verschiedene Schwierigkeitsgrade: Einfach, Normal, Schwer und Sehr schwer. Für Hardcore-Spieler gibt es zudem immer die Möglichkeit sich selber Ziele zu setzen. Du kannst das ganze Spiel “ghosten” und somit durchspielen ohne auch nur einmal von jemanden entdeckt zu werden, oder ohne einen Gegner zu töten. Wenn du also wirklich ein Hardcore-Spieler bist, der richtig gefordert werden will, dann spielst du Dishonored auf “sehr schwer” ohne jemanden zu töten und versuchst den Titel komplett zu ghosten. Solche spielerischen Beschränkungen fordern die Kreativität.

Auf der anderen Seite, kannst du das Spiel natürlich auch auf “einfach” stellen und einfach jeden töten. Ich bin der Ansicht, dass man mit beiden Varianten seinen Spaß haben kann, letztlich kommt es auf den Spieler und seine Erfahrung an, wie schwer oder einfach das Spiel ist.

totG: Demzufolge habt ihr sicherlich auch eine Menge Erfolge in das Spiel gepackt. Welche sind deiner Meinung nach am schwierigsten zu bekommen?

Harvey Smith: Es gibt eine Menge Dishonored-Erfolge für Steam, Xbox und PS3. Wir mögen Erfolge und haben versucht sie auf interessante und kreative Weise einzusetzen, um etwa die Aufmerksamkeit des Spielers auf ganz verschiedene Aspekte des Spiels zu lenken.
Ein Beispiel: Es gibt einen Erfolg wenn man das Spiel wie eben beschrieben ghostet, dieses Achievement ist in meinen Augen das schwierigste. Die Bedingung für diesen Erfolg ist, keine einzige Person im gesamten Spiel jemals alarmiert zu haben. Du kannst also Leute töten, aber wenn dich jemand erwischt, dann ist es vorbei. Dieser Erfolg und vielleicht auch der Erfolg den du bekommst, wenn du das gesamte Spiel hindurch niemanden tötest, diese beiden dürften die schwierigsten im Spiel sein.

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    Sehr informatives Interview, toll! Dishonored ist ein Titel der mich schon seit einer gewissen Zeit reizt, und ich freu mich schon auf  den Erscheinungstag.



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