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EA Präsident über die aktuelle Entwicklung der Industrie


von

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Die richtige Zeit um neue Marken zu etablieren ist der Anfang eines Konsolenzyklus und wenn man einmal zurückblickt, dann wird man feststellen, dass die meisten neuen Marken immer in den ersten 24 Monaten eines Konsolenzyklus veröffentlicht wurden. [...] Wenn du auf die Dynamik des Marktes schaust, dann wirst du eines feststellen: Obwohl neue Marken immer stärker verlangt werden, zahlen sie sich nicht aus. Meist verkaufen sie sich nur mittelmäßig bis gut, aber richtige Kassenschlager sind nie dabei.

Manch einem werden diese Worte bekannt vorkommen, denn es ist in der Tat nichts Neues, was Frank Gibeau, Präsident bei EA, hier in einem Interview mit den Kollegen von GamesIndustry erzählt. Wir berichteten bereits vor knapp zwei Monaten, dass Yves Guillemot, Geschäftsführer von Ubisoft, eine inhaltlich fast identische Ansicht vertritt. Allein für diese Feststellung hätten wir euch allerdings kaum zum lesen dieser News bemüht, denn Gibeau hat noch mehr zu sagen.

Im Verlauf des Interviews spricht der EA Präsident einen für ihn zentralen Punkt an. Es geht ihm um etwas, was er selber als “Chaos in der Industrie” bezeichnet. Gemeint ist damit der enorme Wandel, den die Gamingindustrie seit ein paar Jahren durchmacht. Neue Konsolen, neue Vertriebswege und Geschäftsmodelle, neue soziale Komponenten, die nicht nur die Kommunikation zwischen den Spielern, sondern auch zwischen Spieler und Publisher/Entwickler, all diese Dinge sorgen aktuell für große Unruhen auf dem Markt.

Ich bin jetzt schon eine ganze Zeit in der Industrie. Wenn ich jetzt auf dieses Chaos schaue, dann sehe ich ein weites Feld an Möglichkeiten und erkenne, dass wir uns gerade am Anfang eines goldenen Gaming-Zeitalters befinden.
Vor zehn Jahren wurde die Größe der Industrie auf etwa 200 Millionen Gamer weltweit geschätzt; mittlerweile reden wir über mehr als eine Milliarde Spieler auf der ganzen Welt und aktuell steuern wir auf die nächste Milliarde zu. Das ist ein enormer Zuwachs. Als nächstes werfen wir einmal einen Blick auf die Anzahl an Geräten, auf denen heute gespielt wird. Heute veröffentlicht EA auf 17 verschiedenen Plattformen Spiele; 2002 waren es gerade mal 3 oder 4.
Aus dieser Entwicklung, diesem Chaos, wird eine neue Ordnung hervorgehen, eine neue Einstellung. Die nächste Zeit wird eine sehr dynamische und lebhafte für den Spieler… Ja, aktuell herrscht Chaos, doch ein goldenes Zeitalter wird kommen.

Auch wenn es euch nach diesem letzten Abschnitt in den Fingern juckt zum Schwert zu greifen und nach Mordor zu ziehen, den nächsten Abschnitt über Free2Play werdet ihr sicher noch abwarten können. Frank Gibeau sieht in dem aktuell umstrittenen Konzept die Zukunft.

Ich für meinen Teil glaube nicht, dass free-to-play abbauen wird, dafür funktioniert es einfach auf zu vielen Ebenen. Entwickler können so weit und so tief gehen, wie sie wollen und überall neue Nutzer finden. Sie können einfach machen, was aktuell konsumiert wird und müssen sich nicht mit riskanten, neuen Spiel-Modi und Features beschäftigen, mit denen wir[EA] unsere Zeit verbringen.
Ich glaube wirklich, dass das Free2Play-Konzept noch vor Ende dieses Jahrzehns das dominate Geschäftsmodell sein wird. Es wird das Modell sein, auf das die meisten Leute zu greifen werden.

Das ganze Interview findet ihr hier. Abgesehen von diesen allgemeinen Aussagen ist es wesentlich klarer auf EA gemünzt.

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  1.  
    Free2Play Singleplayerspiele wären extrem dumm.
  2.  

    Beitrag anzeigenD34DRing3r sagte am :

    Free2Play Singleplayerspiele wären extrem dumm.
    Made my day. :lol:

    Ich bin ehrlich gesagt nicht so der Fan von F2P-Titeln. Nicht etwa, weil so viele Spiele einfach nur Pay to Win sind. Diese Spiele kann ich ja einfach wieder deinstallieren.
    Ich möchte am liebsten ein Spiel haben und es dann in vollem Umfang spielen können. Klar, bei Spielen wie League of Legends kann man alle Champions auch freischalten, ohne dabei auch nur einen Cent auszugeben. Aber ganz ehrlich - wie lange muss ein Bob wie ich spielen, um 6.3k Erfahrungspunkte für auch nur einen der Top-Champions zu haben?
    Und wie lange muss ich spielen, um mehrere freizuschalten?

    Ich möchte ein Spiel spielen und möglichst nach etwa 100 Stunden Spielzeit einen Großteil der Items/Waffen/Helden freigeschaltet haben (Ausgenommen sind Singleplayer-Rollenspiele und MMOs. Aber die sind ja sowieso auf Langzeitmotivation ausgelegt).
    DLCs lasse ich mir noch gerade so gefallen, wenn die neuen Inhalte einen tatsächlichen Mehrwert bringen. Neue Maps für CoD finde ich in Ordnung, eine Rüstung für mein Pferd nicht. :blink:
    Von Addons gar nicht zu reden; die bringen ja teilweise richtig viele Neuerungen für den gleichen Preis wie ein gemeines DLC. Und selbst wenn es nur eine neue Singleplayer-Kampagne ist, ist es trotzdem spielereischer Mehrwert.

    Mit dieser Meinung stehe ich aber - wenn es nach größeren Publishern geht - ziemlich alleine da.
  3.  
    "Ja, aktuell herrscht chaos, doch ein Goldenes Zeitalter wird kommen."

    dabei musste ich die ganze zeit an Batman: The Dark Knight denken.

    "Am dunkelsten ist die nacht vor der Dämmerung. Ich verspreche ihnen die Dämmerung bricht an!"
    -Harvey Dent
    :D
  4.  

    Beitrag anzeigenrudeldenken sagte am :

    DLCs lasse ich mir noch gerade so gefallen, wenn die neuen Inhalte einen tatsächlichen Mehrwert bringen. Neue Maps für CoD finde ich in Ordnung, eine Rüstung für mein Pferd nicht. :blink:

    Das Statment finde ich interessant, also du findest es gerechtfertigt für 3-4 Maps 15€ zu zahlen aber für eine Pfederderüstung sind 2,50€ zu viel? Sicher ist das fürs Pferd nur Optik, aber ich finde doch die größere Abzocke die Mappacks weil ja davon massenweise kommen...
  5.  

    Beitrag anzeigenHigh Voltage sagte am :

    Das Statment finde ich interessant, also du findest es gerechtfertigt für 3-4 Maps 15€ zu zahlen aber für eine Pfederderüstung sind 2,50€ zu viel? Sicher ist das fürs Pferd nur Optik, aber ich finde doch die größere Abzocke die Mappacks weil ja davon massenweise kommen...
    Guter Punkt, da hat meine Argumentation auch ziemliche Schwächen.

    Bei mir ist es eher so: Ich möchte Geld für meine Spiele bezahlen. Wenn ich nichts dafür ausgebe, habe ich auch nicht das Gefühl, dass ich das Spiel besitze. Und bei Free-to-Play-Titeln muss man eben erstmal nichts investieren. Und dann sind da die Mikrotransaktionen - ein paar Spielinhalte für wenig Geld. Ich bin da immer versucht, mir das zu kaufen, auch wenn ich es eigentlich gar nicht brauche.
    In dem Punkt muss ich zugeben, dass ich meine Motive selbst nicht verstehe. Was ich aber sagen kann; mir wäre es lieber, wenn Spiele deutlich billiger auf den Markt kämen (20-30 Euro) und dann durch DLCs/Addons erweitert würden, bis man bei 50-60 Euro ist.
    Klingt merkwürdig, ist es auch, aber so denke ich nun mal.



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