
In einem Interview mit den Kollegen von VG247 sprach Alex Jones, einer der US-amerikanischen Produzenten von Capcom, über DmC, dem offiziellen fünften Teil der Devil May Cry-Reihe und gleichzeitig auch ein Reboot der selbigen.
Ja, es ist großartig. Capcom hat sich um einige Sachen intesiv bemüht, denn in ihren Augen sind diese Mechaniken essenziell für die Grundpfeiler der Reihe. In anderen Bereichen, wie in etwa dem Präsentationsstil, Teilen des Game-Designs und eine Menge Sachen außerhalb der Kampfmechaniken, haben wir den Entwicklern ziemlich viel Platz gewährt, um dass zu tun, was das Beste ist.
Ich möchte sagen, dass Capcom Japan der Idee sehr offen gegenüberstand, dass der Titel ein westliches Spiel wird, das Ganze war sehr aufregend aber letzten Endes haben wir gut daran getan. Es war sehr befreiend, doch im Grunde auch wie Training ohne Netz, denn angesichts der Chance, dass du es versauen könntest, hätte es schließlich dich getroffen.
DmC versucht die schwierige Balance zwischen vollkommen neu und dennoch bekannt zu finden. Ein Prozess, der gerade im Vorfeld auf extreme Kritik stieß, gerade in Anbetracht des neuen Designs, sowohl der Spielwelt an sich, als auch an Dante selbst.
Obwohl wir eine gewaltige Zahl an Neuerungen einbringen wollten, haben wir uns trotzdem auch darauf konzentriert eine gesunde Dosis Gewohnheit und Fortbestand in den Titel zu integrieren. Am deutlichsten ist dies in Kampfsituationen zu spüren, die Kämpfe fühlen sich an wie ein Devil May Cry Spiel. Dante benutzt Ebony und Ivory [Anm. d. Red.: Dantes halbautomatische Feuerwaffen] und hat ein Schwert, zudem war es wichtig allgmein wiedererkennbare Elemente zurückzubringen. [...]
Die ganze Zeit über gab es Leute, die den neuen Dante gesehen haben und ihn nicht mochten, das ist durchaus in Ordnung. Wir verstehen- Ich verstehe-, dass die Leute Devil May Cry sehr leidenschaftlich betrachten, in so fern können wir niemandem böse sein. Ich verstehe durchaus, dass die Leute wütend sind, aber wir haben immer gesagt :”Glaubt uns, wenn ihr das Spiel seht und es spielt, dann werdet ihr einsehen, dass wir das Richtige getan haben.” Im Moment geschieht genau das. Nichtsdestotrotz lehnen wir uns nicht schmunzelnd zurück uns lachen uns eins ins Fäustchen, sondern händeln die Situation mehr nach dem Motto:” Wir verstehen, wieso ihr Zweifel hattet und uns war klar, dass wir euch etwas beweisen mussten. Jetzt sind wir glücklich, dass wir es konnten.” Schließlich lag es in unserer Verantwortung.
Maßgeblich für das Identifikationsgefühl mit der gesamten Reihe, ist das Kampfsystem, welches einen Großteil der Arbeit an dem Titel in Anspruch nimmt. In enger Kooperation mit den Entwicklern bei Ninja Theorie, entstand das Kampfsystem von DmC. Dabei flossen nicht nur die Erfahrungen mit den bisherigen Devil May Cry Titeln in die Gespräche und Arbeiten ein, sondern die gesamte Erfahrung, die Capcom in den letzten Jahrzehnten in Sachen Kämpfe gesammelt hat. Jones selbst bezeichnet dieses Prozess als “die Transplantation 25-jähriger Erfahrung von Capcom zu Ninja Theorie”. Fernab des Themas Devil May Cry ist er sich sicher, dass in den nächsten Jahren mit großartigen Kampfspielen seitens Ninja Theorie zu rechnen ist. Das Resultat der Kooperation ist gewaltig.
Der Clou ist, dass die Kampffähigkeiten nahezu unendlich viele Möglichkeiten bieten, den Gegner anzugreifen. Es gibt Combos, die in einer unzähligen Anzahl von Varianten ausgeführt werden können, angefangen mit dem nahtlosen Wechsel zwischen Engel und Dämonen Waffen. Auch innerhalb der Kombinationen kann der Spieler mit dem Digi-Pad zwischen den Waffen wechseln, vollkommen ohne Verzögerung oder eine Combo zu unterbrechen.
Du kannst das Ganze einfach etwas aufpeppen, verstehst du? Die Attacken einfach so herauslassen, wie du es dir wünschst. Wir erwarten Tonnen von Youtube-Videos nach dem Release, die Combo-Abschnitte beinhalten werden, die bis dato noch nicht einmal wir kannten.
Das abschließende Thema soll Dante selbst sein, die Änderungen die an ihm vorgenommen wurden und die Konsequenzen für das Spiel an sich. Wieso ist der neue alte Dante so wie er ist, was zeichnet ihn aus und was unterscheidet ihn von seinem alter ego aus den bisherigen Teilen?
Ein Ding, dass du beachten musst, wenn du ein westliches Spiel entwickelst ist, dass du den Ton des Ganzen etwas weniger trashig gestaltest, dafür aber etwas düsterer. Es ist nicht so, dass der Titel keinen Sinn für Humor beweist, der Humor ist nur an die Welt angepasst, in der sich Dante befindet. In dieser Welt ist es wesentlich verständlicher einen düsteren Witz zu reißen, als einen dummen und abgedroschenen. Doch Dante ist immer noch respektlos, unter Strich ist er der, der dir in den Arsch tritt und dann noch einen coolen Spruch hinterher haut.
Letztlich geht es in der Story darum, dass Dante seine Bestimmung findet. Am Anfang befindet er sich am Rande der Gesellschaft, wo es vornehmlich darum geht zu überleben. Erst als ihn Vergil findet und ihm die Möglichkeit gibt sich zu Rächen, bekommt Dante zum ersten Mal in seinem Leben ein wirkliches Ziel. Wenn er weiter in der Story voran schreitet, wird er immer mehr mit den Problemen konfrontiert, die entstehen, wenn man seinen Platz in der Welt sucht. Am Ende ist er somit eine völlig andere Persönlichkeit, als er es noch zu Beginn war. Er wird einem Weg folgen, der ihn letztlich zu einem völlig geformten Charakter macht.
DmC: Devil May Cry von Capcom und Ninja Theorie erscheint am 15. Januar für Playstation 3, Xbox 360 und PC.
Das vollständige Interview findet ihr bei unseren Kollegen von VG247.














Sollen die Leute halt ihren Fernseher grau anmalen, damit die sie die schwarzen Haare nit sehen müssen...
Ich freu' mich auf jeden auf's Spiel!