
Cyborg kämpft in der Bat-Höhle gegen The Flash, Superman misst seine Kräfte in Metropolis mit Nightwing, die Welt steht Kopf und aus DCs größten Superhelden, werden knallharte Widersacher. Willkommen bei Injustice: Gods Among Us!
Was zu allererst ins Auge fällt ist das Design. Düster und erwachsen präsentiert sich der 2D-Fighter. Mit seinen harten Konturen und knallharten Kämpfen, wirkt der Titel ein bisschen so, wie Warner Bros. Interactives Antwort auf Ubisofts Marvel Avengers: Kampf um die Erde. Auf Nachfrage versichert man uns, dass alles, vom Design, über den Titel, bis hin zur Tatsache das die Helden plötzlich Rivalen sind, innerhalb der Story Sinn machen wird. Details zur Handlung blieb man uns schuldig, allerdings betonten die beiden Präsentatoren, dass die Story aus der Feder der DC-Autoren stammt und extra für das Spiel geschrieben wurde.
Doch auf dem Plan standen zwei weitere wichtige Eigenschaften des Titels. Der erste dieser beiden Punkte ist die Individualität der Charaktere. Mit den Fragen im Hinterkopf “Was macht dich einzigartig? Wieso bist du ein eigener Superheld im DC-Universum? Was braucht es, um deinen Charakter im Kampfsystem wiederzuspiegeln?”, haben sich die Entwickler intensiv mit jedem der Charaktere befasst, um seine Charakteristika herauszuarbeiten und im Spiel unterzubringen. Cyborg kämpft mit futuristischer Ausrüstung, The Flash ist ein sehr, sehr schneller Kämpfer und Nightwing verschafft sich durch seine Akrobatikeinlagen seine Einzigartigkeit.
Um eine Brücke zurück zum Design des Titels zu schlagen, müssen die großartig erdachten und inszenierten Spezialangriffe gelobt werden. Nightwing schwingt sich auf sein Motorrad und nimmt seinen Gegner mit Messerscharfen Unterarm-Klingen aufs Korn, The Flash holt mit einer spontanen Weltumrundung (!) genug Schwung für seinen nächsten Schlag und Superman, katapultiert seinen Widersacher einfach mal in die Exosphäre und wieder zurück. Zudem kommt es an bestimmten Stellen im Kampf zu kleinen Wortwechseln, die sich je nach Ort und Gegner voneinander unterscheiden.
Der nächste, zweite und somit auch letzte große Punkt des Spiels, sind die Kampfareale an sich. Statt einfach nur animierte oder statische Hintergründe zu sein, ohne Bedeutung für die Spieler oder den Kampf, erlauben die Areale ein großes Maß an Interaktivität. Bestimmte Gegenstände an den verschiedenen Schauplätzen können einen spielentscheidenen Vorteil bringen. Wir bekommen unter Anderem ein gelbes Auto zu sehen, dass je nach Charaktertyp zum Angriff oder zu geschickten Fluchtmanövern eingesetzt werden kann. Nightwing etwa flieht über das Auto aus der Ecke der Arena, Superman funktioniert den gelben Straßenflitzer spontan zu einem Wurfgeschoss um. In der Bathöhle bekommen wir elektrische Kabel zu sehen, die von der Decke hängen und bei Kontakt mit einem Spieler Schaden anrichten. Auch kann via Knopfdruck im Vordergrund, ein Raketenabschuss des Batmobils im Hintergrund befohlen werden.
Vergleichar mit Dead or Alive ist die Tatsache, dass ein Areal meist mehrere Schauplätze bietet. So kann durch einen besonders starken Angriff an bestimmten Stellen des Schlachtfelds der Gegner an den nächsten Schauplatz befördert werden, wo der Kampf dann weitergeht. Meist wartet ein Areal mit zwei bis drei verschiedenen Schauplätzen auf, die sich kontinuierlich verändern und verschiedene Interaktionen zulassen.
Zum spielerischen Aspekt des Titels lässt sich tatsächlich kaum eine klare Aussage treffen, nur so viel, dass die Mortal Kombat-Macher auch in Injustice: Gods Among Us auf Viertel-, Halb- oder Ganzkreis-Bewegungen verzichten. Wir sind sehr angetan von dem, was wir in der Präsentation gesehen haben. Das Design ist toll und wenn die weiten Charaktere und Areale mit einer ähnlichen Liebe zum Detail kreiert werden, dann könnte Injustice durchaus frischen Wind durch das Genre pusten. Wir sind gespannt!















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