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Test: Endless Space


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In Endless Space greift der Spieler auf vier Schlüsselressourcen zu, welche allgemein als „FIDS“ bezeichnet werden: Food, Industry, Dust & Science. Nahrungsmittel stellen hier die zu erfüllenden Ansprüche der Planetenbewohner dar, welche wiederum Wissenschaft (Science) erzeugen. Wissenschaft dient der Erforschung der jeweiligen planetaren Boni, aber auch um im sehr umfangreichen Forschungs-Menü den essentiellen Fortschritt der eigenen Zivilisation anzukurbeln. Aus unerklärlichen Gründen stellt Dust, also Staub, die intergalaktische Währung dar. Diese geht durch das Anheuern von Helden, sowie den Ausbau der eigenen Flotte oder schlicht Handel ein und aus. Industry stellt in Verbindung mit Dust die Grundlage zum Ausbau von Schiffen und Verbesserungen dar. All diese Rohstoffe werden zudem in Luxus- und Strategie-Ressourcen aufgeteilt, welche in der Planetenübersicht farblich voneinander getrennt werden.

Der Ausbau der Flotte wird ebenfalls recht anschaulich dargestellt. So besteht die Möglichkeit das derzeit zum Verbessern angewählte Schiffsmodell in einer 360°-Sicht zu betrachten. Jeder Schiffstyp lässt sich mit vielen Modulen, wie etwa Panzerungsverbesserungen oder besseren Waffen, ausbauen. Sollte der Spieler mit der immer größer werdenden Auswahl an Teilen überfordert sein, genügt auch ein Klick um die jeweils lukrativste Kombination zu verbauen.

Sollten Waffen und Kriegsfregatten eine Zeit lang schweigen, muss durch passende Politik gegenüber der Kontrahenten für die jeweiligen Bündnisse gesorgt werden. Dies geschieht schlicht durch Aktion und Reaktion. Kriegerische Taten führen zu entsprechenden Antworten, wie die Auflösung des Friedens oder das Ausweiten des kalten Krieges (passive, je nach Situation aggressiv) auf den offenen Krieg. Wird eine Fraktion auf politischer Ebene bis dato vom Spieler nicht beachtet, so gliedert sie sich passend ins aktuelle Geschehen ein – beispielsweise mit Unterstützung in Form eines Friedensangebotes zur rechten Zeit. Ansonsten muss durch das Anbieten erforschter Technologien versucht werden, Gegenfraktionen gut zu stimmen um ein Bündnis zu erreichen.

Technologien – davon gibt es in Endless Space massig. Das Spiel bietet im Forschungsmenü unzählige Technologie-Bäume, die dem Spieler die Möglichkeit geben, sowohl Voraussetzungen für verschiedene Aktionen im Spiel, als auch neue Boni und Fähigkeiten freizuschalten. Das Ganze wird Waben-ähnlich dargestellt, wobei die Hierarchie von innen nach außen arbeitet und mit jeder neuen Technologie mehr Zeit in Form von Runden beansprucht.

Gelegentlich verändern Zufallsereignisse die Mali der Sonnensysteme. So kann es etwa passieren, dass die Explosion eines alten Sterns die Strahlung in einem bestimmten Raster der Galaxis erhöht und so die Geschwindigkeit der dort befindlichen Schiffe rapide herabsenkt. So können sich Flotten unter diesen Umständen beispielsweise nur 5 statt 10 Schritte pro Runde bewegen. Das ist aber nur ein Beispiel der random Events.

Mehrspieler-Sessions gestalten sich als sehr aufreibend, da man leicht an Spieler gerät, die das Spiel stärker verinnerlicht haben – Spieler, denen 4X seit Jahrzehnten ein geläufiger Begriff ist. Der Unterschied zu Runden gegen künstliche Intelligenzen besteht lediglich darin, in ein Rankingsystem eingebunden zu sein und härter denn je um seine Sternensysteme kämpfen muss. Daher sei jedem nahegelegt, sich zuerst eine Weile in Offline-Matches auszutoben, denn die endlosen Weiten des Alls sind kalt und herzlos.

Bugs, welche während der Entwicklungszeit vorkamen wurden für die fertige Fassung entweder behoben oder durch Workarounds umschifft. So muss noch immer gelegentlich nach Nutzen der Steam-Ingamefunktion die Shift-Taste betätigt werden, was nun jedoch durch eine Einblendung erwähnt wird – ansonsten läuft das Spiel tadellos.


Endless Space hatte schon in frühen Entwicklungsstadien viel Potenzial. Potenzial, welches das Entwicklerteam mit Hilfe der Community (dank des Games2Gather-Systems) weitestgehend erfolgreich auf ihr fertiges Spiel übertragen konnte. Der Titel besticht durch seine frische Art, das Genre wiederzubeleben – sei es durch seine enorm stimmige Aufmachung, das umfassende Tutorial oder schlicht die Erkenntnis, in jeder neuen Runde mehr zu entdecken. Der Spielfluss wird selten bis nie unterbrochen; Menüs gehen fließend ineinander über, sämtliche Funktionen sind leicht zu erreichen. Manche Spielelemente erscheinen jedoch in den ersten Runden unnötig, ihre Funktion teilweise kaum nachvollziehbar, entfalten nach und nach jedoch ihren Charme. Wer sich genug Zeit nimmt, alle Ecken des „endlosen Alls“ zu erkunden und das Spielprinzip zur Gänze zu verinnerlichen, wird lange Nächte am Schirm gefesselt – alles in allem eine empfehlenswerte Wiederbelebung des Genres.

Timo “theSoXX” Schmidt für topoftheGAMES.com

Positiv
» Faszinierende Spieltiefe
» Tolles Menüdesign
» Motivierende Lernkurve
» Viele Schwierigkeitsgrade
» Angenehme Spielatmosphäre
» Zufallsereignisse
» Flüssige Übergänge
» Umfangreiche Schiffs-Gestaltung
Negativ
» Sehr textlastig
» Fehler der Alpha werden teilweise nur umschifft
» Bedeutung einiger Rohstoffe und Funktion nicht leicht zu ergründen

Wertung am 14. Juli 2012 zu Endless Space:


8

So werten wir!8 von 10 - sehr gut

Entwickler: Amplitude Studios | Publisher: Amplitude Studios | Erscheinungstermin: 4. Juli 2012 | Testsystem: PC
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  1.  
    nicht mein genre..  ;)  ..aber sieht cool aus
  2.  
    ^^ Für alle Sid Meier's Civilization liebhaber aufjedenfall zu empfehlen. Die Spieloberfläche ist sehr anschaulich Gestaltet und es passt sich absolut ins Rundensystem ein. Leider hätten die Kämpfesequenzen etwas besser Gestaltet sein können.
  3.  
    Sieht sehr interessant aus mal sehen wie lange Egosoft noch für X-Rebith braucht. Aber für zwischen drinn sicher ein netter Zeitvertreib. Danke für die Vorstellung SoXX



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