
Resonance – so der alles und nichts bedeutende Titel des neuen Point & Click-Adventure-Spiels der amerikanischen Indie-Spieleschmiede Wadjet Eye Games. Das Spiel schickt sich an, neben solchen Altgrößen wie Lucas Arts Indiana Jones oder Monkey Island, zu einem Evergreen im Adventure-Genre zu werden. Der Vergleich mit diesen beiden Titeln kommt nicht von ungefähr, da die Grafik mindestens genauso verpixelt ist wie die aus der alten DOS-Zeit. Aber auch der Spielspaß und der Grafikstil dieser alten Titel wurde ebenso genial eingefangen. Warum das so ist, kann man in folgendem Test erfahren.
Resonance beginnt mit einer Fernsehberichterstattung über diverse Angriffe einer unbekannten Macht, die rund um den Globus die Welt erschüttern. Es ist nur ein kurzer Augenblick in dem man dem Gedanken verfällt, in dieser grafischen Machart, mit durchaus realistisch aussehenden Videobeiträgen, würde es weitergehen. Denn ein paar Sekunden später stehen wir – in einer Rückblende – in unserer abgewrackten, speckigen Einzimmerwohnung, mitten in einer ebenso heruntergekommen Großstadt, irgendwo in den pixeligen USA so in der Gegend rum. Genau, keine mathematisch polierten anti-aliased Polygone im feinsten 3D erwarten den Spieler, sondern das kernige alte handgeschnitzte Grobpixel in extra Retroausführung. Chuck Norris wüßte genau was gemeint ist.

Wie bei einem Point & Click Adventure dieser Machart üblich, verfügt der abenteuerlustige Spieler über allerlei Interaktionsmöglichkeiten in Form von kleinen Menüs hier und da. Mit der Maus lassen sich die diversen Objekte im Sichtfeld des Spielers entweder benutzen oder anschauen, was jeweils ein Links- oder Rechtsklick wäre. Damit ist die erfreulich einfach gehaltene Bedienung auch schon ausreichend beschrieben. Hinzu kommt noch die Möglichkeit Dinge per Ziehen und Ablegen mit Objekten interagieren zu lassen. Soll heißen, wenn ich einen Schrank öffnen möchte, ziehe ich einen Schlüssel aus dem Inventar zum Schrank. Alles weitere passiert dann automatisch.
Apropos Inventar! Darin kann man so ziemlich alles ablegen was sich im Spiel finden lässt, auch sperrige Sachen. Das ist natürlich wenig realistisch aber den Anspruch hat das Spiel ja auch nicht. Darüber hinaus existiert noch ein exklusives neues Feature, das ähnlich wie das Inventar funktioniert. Man kann Langzeit- oder Kurzzeitinformationen in sogenannten Erinnerungsslots ablegen. Klingt etwas merkwürdig, ist es aber letztendlich gar nicht, denn dadurch lassen sich beliebige Objekte in Erinnerungsslots ablegen und in Konversationen mit NPCs aus dem “Gedächnis” ins Gespräch bringen. Also auch Dinge, die man eigentlich nicht mitnehmen könnte um sie jemanden zu zeigen.

Ein Linksklick auf irgendeinen Punkt im 2D-Spielfeld lässt unseren Charakter erwartungsgemäß auch dahin watscheln, bei Erreichen eines der Seitenränder scrollt der Bereich etwas weiter, falls der aktuelle Ort etwas größer sein sollte. Alles im Grunde genommen wie bei den zuvor genannten Adventure-Klassikern, allerdings wesentlich flüssiger und besser animiert, was auch für die handgezeichneten und animierten Hintergründe gilt.
Überhaupt ist die grafische Darstellung der Umgebung sehr liebevoll und detailliert ausgearbeitet worden. Trotz der Retro-Pixelgrafik hat man es mit einem durchgestylten und durchdachten Spiel zu tun, welches auch mit einer recht abgedrehten Story aufwarten kann. Selbst die Vertonung der gesprochenen Textdialoge ist auf professionellem Niveau. Als Bonus hat man dem Spiel auch noch einen eigenen Soundtrack mitgegeben.
Als technische Grundlage für das Spiel diente übrigens das Adventure Game Studio (AGS) in der Version 3. Eine Art kostenloser Adventure-Baukasten, der mit viel Fleiß und Talent, die Erschaffung kompletter konkurrenzfähiger Adventures ermöglicht. (AGS Homepage)















optisch sieht es auf jeden fall sehr geil aus! aber.. nur englisch?! ...
an der stelle möchte ich jetzt auch gleich mal "dsa satinavs ketten" ansprechen.. das spiele ich gerade..
optisch wunderschön angenehmer schwierigkeitsgrad und komplett deutsch ..daedalic halt..
optisch wunderschön angenehmer schwierigkeitsgrad und komplett deutsch ..daedalic halt..
Bei einem Freund angespielt und kann ich ebenfalls nur empfehlen - wenn mehr Zeit vorhanden wär' würde ich es mir auch noch holen..