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Warren Spector: “Die extreme Gewalt muss aufhören”


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In einem Interview mit Gamesindustry lies Schöpferlegende Warren Spector die E3, seine Tätigkeiten und das Gesehene noch einmal Revue passieren. Einer der wichtigsten und interessantesten Punkte des Gesprächs befasst sich mit der gezeigten Gewalt auf der E3. Ein Punkt der uns im Nachhinein vielleicht tatsächlich zu denken geben sollte.

In diesem Jahr gab es zwei Dinge, die für mich sehr herausstachen. Der erste war: Diese extreme Brutalität muss aufhören. Wir müssen aufhören sie zu lieben. Ich glaube nicht an dieses Effekt-Argument [Anm. d. Red.: Hiermit ist wohl die "Killerspiele machen Amokläufer"-These gemeint], aber ich habe das Gefühl, dass wir Gewalt fetischisieren und in einigen Fällen sogar mit einem jugendlichen Ansatz von Sexualität kombinieren. Ich finde sowas geschmacklos. Letztendlich wird es uns Probleme bereiten.

Ich habe Eidos 2004 verlassen, weil ich mich auf der E3 umgeschaut habe und das neue Hitman-Spiel gesehen habe, wo du jemanden mit einem Fleischhaken töten kannst, oder auch 25 to Life, dem Spiel in dem es um Kids geht die Cops umlegen, oder auch Crash & Burn, das Rennspiel, in dem es darum geht, die feurigste und abgefahrenste Explosion zu erzeugen, nicht etwa darum das Rennen zu gewinnen… Ich habe mich von meinem Stand aus umgesehen und musste feststellen, dass ich einen dieser “Was ist nicht wie die Andere”-Momente hatte. Ich hatte schon damals gedacht, dass es schlimm ist, aber mittlerweile ist es weit über schlimm hinaus.

Wir sind zu weit gegangen. Das in Zeitlupe spritzende Blut, die Pfählung durch tödliche Assassinen [...]. Weißt du, auch Deus Ex hatte seine Gewaltmomente, aber diese wurden designed – ob es Erfolg hatte oder nicht weiß ich nicht – aber diese wurden designed um dich unbehaglich zu fühlen und ich sehe nicht, dass das auch heute noch die Intention ist. Ich denke, wir appelieren an eine pubertäre Geisteshaltung und nennen es erwachsen. Es wird Zeit damit aufzuhören. Ich bin nur froh für eine Firma wie Disney zu arbeiten, wo es nicht nur nicht gefördert wird, sondern gar nicht zugelassen ist, und ich finde das gut.

Was meint ihr? Seid ihr der gleichen Meinung wie der Deus Ex-Schöpfer, oder könnt ihr seinen Protest gar nicht nachvollziehen? Der Kommentarbereich und das Forum stehen euch offen. Abschließend sei euch das komplette und durchaus interessante Interview ans Herz gelegt.

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  1.  
    manche szenen in aktuelleren spielen sind schon leicht übertrieben.. da merkt man deutlich dass man es möglichst cool-brutal aussehen lassen will... das finde ich auch unpassend

    aber andererseits stehe ich auch auf nette metzelorgien ^^ kommt immer drauf an wie es präsentiert wird!
  2.  
    Ja schau dir so manche Spieleserien wie Gears of War (auch wenn der dritte teil nicht mehr so heftig ist beim zweier war da mehr Blut und co) oder die ganzen Slasher wie God of war & Conan da kannst du die Gegner in alle Richtungen zerstückeln.

    Leider ist es echt so, das diese extrem übertriebene Gewalt der Hauptkaufgrund und Story & Gamplay teilweise wirklich nach hinten treten müssen...
  3.  
    "Ich denke, wir appelieren an eine pubertäre Geisteshaltung und nennen es erwachsen."

    qft
  4.  

    Beitrag anzeigenHigh Voltage sagte am :

    Leider ist es echt so, das diese extrem übertriebene Gewalt der Hauptkaufgrund und Story & Gamplay teilweise wirklich nach hinten treten müssen...
    Gut geschrieben und v.a. wahr. Ich genieße zwar ein gewisses Maß an Realismus.. doch ich will mich nicht zwingend Dingen aussetzen, bei denen ich im wahren Leben wegsehen würde (diverse Filme außenvor) und ansonsten Videospiel-Marken meiden müssen. Ich hoffe dass sich das nicht weiter steigert, denn dann kann ich mir gut vorstellen, dass extremere Gewaltakte mehr und mehr in Spiele eingebaut werden könnten. Das ist unnötig und wäre an manchen Stellen sogar menschenverachtend. Irgendwann landet die Unterhaltungsindustrie wieder bei Gladiatorenkämpfen :unsure:
  5.  
    Schon in den Mario Spielen muss ich auf hilflose Pilz- und Schildkrötenkreaturen hüpfen, um sie zu zerquetschen oder ihren Panzer anschließend zu entsorgen.

    Ich appelliere sicher nicht an Spiele mit hohem Gewaltgrad oder Gewaltdarstellung, jedem seine Meinung - aber Herr Spector stellt sich hiermit selbst ein Bein:

    Zitat

    Weißt du, auch Deus Ex hatte seine Gewaltmomente, aber diese wurden designed um dich unbehaglich zu fühlen und ich sehe nicht, dass das auch heute noch die Intention ist.

    Besonders unbehaglich fühlte ich mich bei den vorgesetzten Zwischenbossen, welche eine gewaltfreie bzw. untödliche Lösung nicht zuließen :P
    Herr Spector liefert hier Äußerungen, die von jemanden stammen könnten der a) überhaupt nichts mit Videospielen zu tun hat und B) sich nicht detailliert mit der Thematik eines Titels auseinandersetzt. Ich entschuldige sicher keine Spiele, die zu 90% auf der Gewaltdarstellung aufbauen (beispielsweise Bulletstorm). In Spielen ist mir wichtiger, dass gezeigte Aktionen, Konsequenzen und dadurch gezeigte / entstehende Gewalt nachvollziehbar ist. In Hitman schlüpft man immer noch in die Rolle eines Auftragskillers. Das der seine Missionen nicht mit WattebÄllchen oder Rückenmassagen absolviert liegt da eigentlich auf der Hand (durchaus kommen aber auch etwa mal Donuts ins Spiel... hehe). Womit wird exzessiv gewaltsames Vorgehen in dem Spiel belohnt? Ach Moment, wird es garnicht - es wird sogar abgestraft! Besser, man erledigt nur die Zielperson und wurde nie gesehen. Und genau das machte für mich schon immer die Faszination bei den Hitman Spielen aus!
  6.  
    Ich muss Spector da im Grunde schon zustimmen, meinen Protest zu God of War 4 hatte ich ja schon einmal geäußert. Damals habe ich auch noch Dead Space verteidigt, weil de Gealt zwar dazu gehört, aber eben nicht als Selbstläufer und Verkaufsargument fungiert.   Ich will mich jetzt nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, dafür hat man bisher zuwenig von Dead Space 3 gesehen, aber bisher scheint es mir, als würde das durchziehende Feature bei Dead Space die Gewalt zu werden. Mir scheint, dass die Indentifikation eines Dead Space-Titels mit Dead Space 3 die Gewalt wird und keine Atmosphäre...
    Zudem denke ich seit Soxx äußerung, dass ein wichtiger Mann (ich weiß nicht mehr wer) sagte, dass CoD Black Ops 2 das schockierenste und provokanteste CoD allerzeiten werden würde, darüber naach, ob das wirklich etwas ist, worauf man stolz sein sollte.
    Es ist nicht nur die enorme Gewalt,sondern auch das ständige Brechen von Regeln und das schockieren der Spieler, die mir Sorgen bereitet.
  7.  

    Beitrag anzeigenjesters.ice sagte am :

    Besonders unbehaglich fühlte ich mich bei den vorgesetzten Zwischenbossen, welche eine gewaltfreie bzw. untödliche Lösung nicht zuließen :P
    Am neuen Deus Ex hat Warren Spector allerdings nicht mehr mitgearbeitet!

    Beitrag anzeigenrapha1405 sagte am :

    Zudem denke ich seit Soxx äußerung, dass ein wichtiger Mann (ich weiß nicht mehr wer) sagte, dass CoD Black Ops 2 das schockierenste und provokanteste CoD allerzeiten werden würde, darüber naach, ob das wirklich etwas ist, worauf man stolz sein sollte.
    Da geht es mir ähnlich und ich musste auch an die unnötige Flughafenszene aus MW2 denken.
  8.  
    Ich habe von Warren Spector wirklich eine hohe Meinung. Gerade wegen seinen Disney-Ausflügen in Form von Epic Mickey (mir ist bewusst, dass das die falsche Schreibweise für den deutschen Markt ist, aber es klingt einfach besser).

    In der heutigen Zeit der Call of Dutys, Battlefields und Gears of Wars geht das Kreative eines Videospiels nahezu unter. Ich persönlich lechze förmlich nach "anderen" Spielen. Beispielsweise gefallen mir Titel wie die "No More Heroes"-Reihe von Goichi "Suda51" Suda. Auch sein neuestes Werk "Lollipop Chainsaw". Es ist zwar simpel und kurzweilig,  macht aber ungemein viel Spaß.

    Generell bin ich auch kein Fan von FPS von daher, kann man es bis auf's Minimum runterschrauben. Aber da haben Activision und EA wohl was dagegen. ;-)
  9.  

    Beitrag anzeigenPunkRockZombieZed sagte am :

    Ich habe von Warren Spector wirklich eine hohe Meinung. Gerade wegen seinen Disney-Ausflügen in Form von Epic Mickey (mir ist bewusst, dass das die falsche Schreibweise für den deutschen Markt ist, aber es klingt einfach besser).

    In der heutigen Zeit der Call of Dutys, Battlefields und Gears of Wars geht das Kreative eines Videospiels nahezu unter. Ich persönlich lechze förmlich nach "anderen" Spielen. Beispielsweise gefallen mir Titel wie die "No More Heroes"-Reihe von Goichi "Suda51" Suda. Auch sein neuestes Werk "Lollipop Chainsaw". Es ist zwar simpel und kurzweilig,  macht aber ungemein viel Spaß.

    Generell bin ich auch kein Fan von FPS von daher, kann man es bis auf's Minimum runterschrauben. Aber da haben Activision und EA wohl was dagegen. ;-)
    Spector würde aber wohl die beiden von dir genannten Titel genauso verurteilen. Sind zwar abgedreht und nicht unbedingt "klassisch" aber setzen doch irgendwo wert auf die Brutalität.



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