
Es ist tiefe Nacht. Schwere Wolken hängen über der Welt. Vom Wind gepeitschte Bäume heulen eine schrecklich verzerrte Melodie. Im dichten Nebel werden Häuser erkennbar. Die Straßen und Gebäude der Stadt sind verlassen und dreckig. Leichter Nieselregen prasselt an die Fenster der verfallenen Gebäude. Überall liegt Schutt und Müll herum, die riesigen Risse im Boden lassen die Stärke des Sturms nur erahnen, der hier getobt haben muss. In der Ferne ist ein leises Wimmern zu höheren. Der Regen wird stärker, jetzt öffnet der Himmel endgültig seine Pforten. Das leise Grummeln in der Ferne schwillt zu einem heftigen Donnern an. Blitze zerreißen die dunkle Nacht und beleuchten ein hölzernes Schild. In vergilbten Buchstaben heißt es die Besucher in der Hölle auf Erden willkommen. „Welcome to Silent Hill“
Zum nunmehr achten Mal verschlägt Silent Hill: Downpour den Spieler in das beschauliche Städtchen in Amerika. Dieses Mal schlüpfen wir in die Rolle des Sträflings Murphy Pendleton. Als einer von drei Häftlingen soll er in einem Bus in ein anderes Gefängnis überführt werden, doch ein Moment der Unachtsamkeit des Fahrers und der Bus kommt von der Straße ab, donnert einen Abhang herunter und überschlägt sich. Als Murphy aufwacht ist er alleine. Kein Zeichen von dem Busfahrer, der Wachpolizistin oder den zwei Mitgefangenen. Er wittert seine Chance auf Flucht, die Chance auf einen Ausweg aus den engen Zellen. Was Pendleton leider nicht weiß, dafür die Spieler umso besser, gegen Silent Hill sehen die grauen Zellen wie eine schöne Knuddelcouch mit bunten, gemütlichen Kissen aus.

Silent Hill ist nicht einfach nur eine Stadt, es ist etwas viel größeres und mächtigeres. Eine Art formloses Wesen, welches die Menschen einsaugt und sie erst wieder freilässt, wenn sie die Botschaft erhalten haben und letzten Endes zu sich selbst gefunden haben. So erlebt jeder „Besucher“ der Horror-Stadt sein ganz eigenes Silent Hill, seinen eigenen kleinen Höllentrip, der schlussendlich zur Erlösung oder in die dunklen Fänge der Verdammnis führt. Auch für Murphy Pendleton existiert ein solches Silent Hill, auch für ihn hat es eine Botschaft, eine Erkenntnis die er akzeptieren muss und mit der er Leben soll.
Anders als man es noch aus den Vorgängern gewohnt ist, ist Pendletons Silent Hill aber wesentlich offener gestaltet. Das ganze als Open-World zu bezeichnen geht zwar etwas zu weit, trotzdem kann man sich jetzt wesentlich freier in der Stadt bewegen und an allen Ecken und Enden auf kleine Geheimnisse und Rätsel stoßen. So kann man abseits der wirklich interessanten und spannenden Hauptstory in vielen Straßen verschiedene Nebenquests entdecken, die die Spielzeit nicht nur verlängern, sondern auch die grauen Zellen etwas herausfordern.

Gerade das Design dieser Aufgaben weiß zu gefallen. So sind sie nicht nur sehr abwechslungsreich gestaltet, sondern meistens auch sehr kreativ und spannend. Die Palette reicht vom Befreien von Vögeln aus ihren Käfigen, über Spiegelrätsel, bei denen die Realität an die im Spiegel angepasst werden muss, bis hin zum klassischen Schatzsuchen, mit Karten und Schätzen. In einer Mission gilt es zum Beispiel die Zeit mit Hilfe eines Plattenspielers zurückzudrehen und so Zeuge eines bestialischen Mordes zu werden.
Es ist allgemein das Design, das lobend hervorgehoben werden sollte. Gerade die Gestaltung der Anderswelt, quasi des dunklen Bruders des ohnehin schon finsteren Silent Hills, glänzt mit abgefahrenen Designentscheidungen, grandios verstörender Inszenierung und vielen Momenten, bei denen einem die Kinnlade herunter klappt und man am liebsten paralysiert den Kontroller fallen lassen will. Auch für das Gegner-Design und die Darstellung des „normalen“ Silent Hill, lassen sich zu Beginn nur lobende Worte finden. Allerdings wird gerade gegen Ende deutlich, dass hier etwas fehlt. So gruselig Silent Hill im ersten Moment auch ist und so unheimlich die Gegner auch gestaltet sind, es kommt nichts Neues mehr dazu.















es fehlt irgendwie der rote faden.. aber abgesehen davon ist es genau das was ich als silent hill fan erwarte.. naja vielleicht nicht ganz.. aber besser als der vorgänger ist es allemal!
Downpour gefällt mir ziemlich gut, wobei Gigsen das ganz schön gesagt hat, dass der Einstieg etwas merkwürdig ist. Es gibt verdammt verstörende Momente auch schon zu Beginn, wenn man zB in den Höhlen ist. Was mir gefällt ist aber vorallem das Stück gen Ende, wenn sich die Story auflöst. Ich habe das Spiel nicht als durchweg gruselig empfunden, aber mit wirklich krassen Stellen, die dann aber auch subtiler sind.
Das Design ist wirklich abgefahren und ich habe auch nach dem Durchspielen immer noch Spaß so ein bisschen über alles nach zu denken. Für mich gehört es zu den bislang besten Spielen dieses Jahres, obwohl mehr drin gewesen wäre. Wie im Test geschrieben, wirkt das Spiel hier und da etwas unfertig.
Ich will nichts spoilern, sonst würde ich Beispiele nennen, aber es ist wirklich abgefahren^^
Bei Homecoming war vorallem der Kritikpunkt das auf einmal hunderte Menschen in der "Höllenwelt" waren wegen diesem Kult und man nicht mehr das Gefühl der Einsamkeit hatte. Bei Downpour regen sich die meisten auf das der Hauptchara zu Makellos ist, jeder Hauptchara in den nummerierten Teilen eine dunkle Vergangenheit hat. Bei Downpour hat er sich ja nur mehr oder weniger einsperren gelassen um an jemanden ranzukommen und im besten Ende kriegt der netmal was er verdiehnt...
Bei Homecoming war vorallem der Kritikpunkt das auf einmal hunderte Menschen in der "Höllenwelt" waren wegen diesem Kult und man nicht mehr das Gefühl der Einsamkeit hatte. Bei Downpour regen sich die meisten auf das der Hauptchara zu Makellos ist, jeder Hauptchara in den nummerierten Teilen eine dunkle Vergangenheit hat. Bei Downpour hat er sich ja nur mehr oder weniger einsperren gelassen um an jemanden ranzukommen und im besten Ende kriegt der netmal was er verdiehnt...
Zu dem Herr Pendlton würde ich auch gerne was sagen und wieso ich finde, dass der trotzdem ein toller Charakter ist, bzw. wieso es Sinn macht, was ihm passiert, aber dann würde ich im Grunde das Ende spoilern. Also ich fand das alles recht schlüssig und gerechtfertigt :-) Vielleicht sollte ich mal einen Thread aufmachen, in dem man (bzw. Ich) über das Spiel reden kann ohne Spoilerangst zu haben :-)