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Test: Ace Combat: Assault Horizon


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Wir schreiben das Jahr 2015. Ein Nato-Einsatz gegen eine große Rebellenorganisation verschlägt Fliegerass Colonel Bishop irgendwo nach Afrika. Zusammen mit eurem Flügelmann Guts, Bomberpilotin Major Rehl und Helikopterlegende Captain „Dee-Ray“ Robinson zieht bzw. fliegt ihr in die Schlacht gegen die Rebellen. Doch schon bald wird klar, dass die Rebellen nur ein kleiner Teil von etwas größerem sind. Von etwas, das nicht nur Afrika, sondern die ganze Welt bedroht. Das ist der Aufhänger der circa neun-stündigen Einzelspieler Kampagne, die euch nicht nur nach Afrika, sondern auch nach Europa, Asien und Amerika verschlägt.

Der Hauptprotagonist ist hierbei Jetpilot Colonel William Bishop, den ihr durch die 16 Missionen umfassende Einzelspielerkampagne begleitet. Doch ihr verbringt nicht die ganze Zeit am Steuer eines der vielen Jets. Ab und zu schlümpft ihr zum Beispiel in die Rolle von Captain Robinson und räumt so mit eurem Helikopter feindliche Blockaden und Bodentruppen aus dem Weg. Als Major Rehl steuert ihr einen Bomber durch Radarfelder und bombardiert anschließend feindliche Basen mit Fallbomben. Komplettiert wird die überraschend vielfältige Missionsriege, dann noch durch Railmissionen, in denen ihr als Bordschütze von Helikoptern oder Bombern fungiert.

Um etwas Abwechslung in die doch recht langen Jet-Missionen zu bringen, hat sich Entwickler Project Aces einen speziellen Nahkampf-Modus eingeführt, der als „Close-Range-Assault“ die wohl größte Neuerung der Spielserie darstellt. Im sogenannten „Dogfight-Modus“(kurz: DFM) heftet sich der Spieler an die Versen eines feindlichen Flugobjektes um es dann treffsicher mit präzisen Raketen und MG-Schüssen vom Himmel zu holen. Hierbei steuert sich der Jet im Grunde von selbst, trotzdem ist gezieltes Mitlenken genau so unverzichtbar wie die ideale Regulierung der Geschwindigkeit, um auch hartnäckigen Gegnern Heer zu werden.

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Der neuste Schrei aus Mailand

Den zweiten Teil des „Close-Range-Assault“ nimmt der sogenannte „Luftschlag-Modus“(kurz: LSM) ein, der dem Spieler einen präzisen Zielanflug auf Bodenziele ermöglicht. Ist der LSM erst einmal aktiviert, laden die Raketen schneller nach, visieren schneller an und sind präziser. Zusätzlich wird auch das MG verstärkt und präziser. Um den DFM aktivieren zu können muss man bloß eine gewisse Entfernung zum Gegner unterschreiten und schon kann die Hetzjagd mit einem einfachen Druck auf die beiden Schultertasten beginnen. Der LSM kann im Gegensatz dazu nur an bestimmten Stellen aktiviert werden. Für beide Modi gilt: Sie sind nur selten wirklich erforderlich, aber oft zu empfehlen. Sie sorgen für Abwechslung in den etwas gestreckt wirkenden Missionen und sind darüber hinaus auch noch wesentlich effektiver, als der normale Luftkampf. Zusätzlich sind sie einfach nur spektakulär anzusehen und machen einen Heidenspaß.

Vor allem Kenner der Serie wird es freuen, dass die klassische Ace Combat-Steuerung im Optionsmenü als „original“ immer noch anwählbar ist. Ansonsten ist eine neue „optimal“ Steuerung allerdings die Standartsteuerung des Spiels. Egal für welche Steuerungsart man sich aber letzten Endes entscheidet, beide gehen nach kurzer Eingewöhnungszeit gut von der Hand, benötigen darüber hinaus aber zusätzliche Erfahrung um sie wirklich zu beherrschen. Das richtige Timing bei Gegenmanövern und das Gefühl für den idealen Einsatz von Beschleunigung und Bremsen entwickeln sich erst nach ein paar Missionen. Die Gegner-KI ist dem aber gut angepasst und wird erst im fortschreitenden Storyverlauf wirklich fordernd. Um Frustmomente zu vermeiden, sind drei Schwierigkeitsgrade anwählbar und optional kann eine Flughilfe zugeschaltet werden, die Strömungsabrisse bei zu starkem Abbremsen verhindert und durch gezieltes Gegenlenken Kollisionen mit dem Boden entgegenwirkt. Unabhängig vom Schwierigkeitsgrad, steht einem das Heads-Up-Display, das ganze Spiel über mit Hinweisen, Warnungen und Anzeigen zur Seite. Schade hierbei ist nur, dass es so viele Anzeigen gibt, die alle irgendwie mit einander verbunden sind, dass man schnell einmal die Übersicht verliert. Ständiges Blinken, Piepen und Fiepen und dutzende „nützliche“ Hinweise können hier und da durchaus für Verwirrung und Orientierungslosigkeit sorgen. Leider scheinen die Anzeigen zudem nicht immer hundertprozentig auf die Situation abgestimmt zu sein. So zeigt der Höhenmesser nicht etwas die Entfernung zum Boden, sondern die Höhe gemessen am Meeresspiegel, so dass man auch schon mal bei 1000 Metern Höhe in den Boden kracht. Umso erstaunlicher ist es dann, wenn man sich an diese Umstände gewöhnt und recht schnell ein Gefühl dafür bekommt, was man komplett oder teilweise ausblenden kann und was wann wirklich wichtig ist.

Kommen wir nun aber zum wohl positivsten Punkt des Spiels. Die hervorragende Inszenierung! Diese wird im Grunde von drei Säulen getragen. Zuerst einmal wäre da die wirklich schöne Grafik, die kaum Anlass zum Meckern bietet. Die tollen Licht- und Schatteneffekte sind die ganze Zeit logisch ins Spiel integriert und wirken auch bei überfüllten Bildschirmen noch sehr realitätsnah. Ähnliches gilt für die meist sehr detaillierten lizensierten Flugzeugmodelle. Ab und an wirken deren Oberflächen aber etwas verwaschen und matschig, was aber nicht weiter auffällt. Die wunderschöne Weitsicht weiß jedoch auf ganzer Linie zu überzeugen. Egal ob Berge oder Meer, Großstadt oder Steppe, aus der Entfernung sieht das alles wirklich gut aus. Leider ist das eine kleine Mogelpackung. Fliegt man nämlich mal näher an den Boden, offenbart sich dem Spieler stellenweise ein matschiger 2D-Bilderteppich, in den hier und da ein paar bunte Quader gesetzt wurden. In Missionen in denen ein Kontakt mit dem Boden unvermeidlich ist, wirkt das alles aber nicht mehr so drastisch. Hier wurden diese Mängel mehr oder weniger behoben. Ansonsten steht ganz klar der Luftkampf im Vordergrund und der sieht eben einfach gut aus. Wir nehmen also lieber Abstriche bei eher unwichtigen Kleinigkeiten hin, als langweilige Effekte und träge Animationen im Luftkampf ertragen zu müssen.

Als zweite Stütze der Inszenierung und direkt mit der Grafik verbunden sind die Effekte. Eine große Liebe zum Detail beweisen die Entwickler vor allem im „Dogfight-Modus“. Auflodernde Flammen und herum fliegende Metallteile, begleitet von dicken, schwarzen Rauchwolken und gekrönt von einer tollen Cutscene, in der das gegnerische Flugzeug in Stücke gesprengt wird, zaubern dem Spieler leicht ein hämisches Grinsen ins Gesicht. Ja es sind vor allem die kleinen Details, die beeindrucken. Seien es die hitzebedingten Flimmereffekte am Ende der Turbine, die kleinen Druckwellen der Raketen oder die Luftströme an den Tragflächen, allesamt nicht so spektakulär, aber mit ist es einfach schöner. Dazu sei zu bemerken, dass das Spiel verdammt flüssig läuft, egal wie viel auf dem Bildschirm los ist.

Bleibt schlussendlich noch der Sound des Spiels. Hierbei muss der wuchtige und intensive Soundtrack während der Kampagne besonders hervorgehoben werden. Melodisch-untermalende Musik, wechselt, zeitgleich mit einem verheerenden Raketentreffer zu einem harten Gitarrenriff. Begleitet von krassen Metalparts, ergießt sich eine vernichtende Raketensalve auf feindliche Panzer. Der Soundtrack lässt das Herz rasen und den Adrenalinpegel nach oben schnellen. Umso bedauerlicher ist es dann, dass in den freien Missionen, eben dieser Sound zurückgefahren wird und die etwas mauen Spielgeräusche in den Vordergrund treten. Die Geräusche klingen im Grunde auch gut und überzeugen, es fehlt aber am Druck und der Intensität des Soundtracks.

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Bei so vielen Anzeigen fehlen eigentlich nur noch Werbebanner

Heutzutage ist ein Onlinemultiplayer eine quasi-Pflicht, vor allem bei solchen Action-Titeln und so hat auch Ace Combat einen. Sowohl Freunde des kooperativen Spielens, als auch Fans des gepflegten Gegeneinanders kommen hier auf ihre Kosten. In den insgesamt vier verschiedenen Online-Modi ist für jeden etwas dabei. Mit bis zu zwei realen Mitspielern können im Modus „Mission:Koop“ die bereits beendeten Singleplayer-Missionen erneut in angriff genommen werden. Fans des bedingungslosen Gegeneinanders werden im „Deathmatch-Modus“ auf ihre Kosten kommen. Hier können sich bis zu 16 Spieler über die Karten hetzen und um den Highscore kämpfen. Die übrigen zwei Modi „Vorherrschaft“ und „Eroberung“ sind teambasierte Zielspiele. Im Modus „Vorherrschaft“ gilt es Basen ein zu nehmen, um Punkte zu erlangen. Eine Partie im Modus „Eroberung“ wird durch die Zerstörung der feindlichen Basis gewonnen. Der Multiplayer macht also durchaus Spaß, ist aber leider nicht so sehr gefragt, so dass bestimmte Modi nur sehr selten gespielt werden. Kooperatives Gameplay ist nur in einem gewissen Maße möglich, so dass oft einfach nur das Wissen mit anderen Leuten zusammen zu spielen reichen muss.

Nach Abschluss der Missionen lassen sich diese beliebig oft im freien Modus wiederholen um Punkte zusammeln und neue Farben, Flugzeuge und Fähigkeiten auszuprobieren. Die Punkte die sich im Single- und Multiplayer verdienen lassen, können im Ausrüstungsmenü in neue Fähigkeiten investiert werden. Zur Auswahl stehen hier zum Beispiel verbesserte MGs, automatische Ausweichmanöver oder mehr Raketen. Nach Abschluss bestimmter Leistungen werden „Rufnamen“ freigeschaltet. Diese haben zwar keinen Einfluss auf das Spiel, dienen aber dafür als öffentliches Aushängeschild für das, was man bereits erreicht hat.


Mit Ace Combat: Assault Horizon hat es Namco Bandai geschafft ein grundsolides Flug-Actionspiel abzuliefern. Es glänzt durch seine tolle Inszenierung, die schöne Grafik und dem wuchtigen Soundtrack. Mit etwas Eingewöhnungszeit wird sich jeder mit einem Faible für metallene Flügel gut zurechtfinden und früher oder später auch mitgerissen werden. Das Spiel leistet sich zwar keine üblen Fehler, sorgt aber ab und an für kleine Frustmomente bedingt durch unfaire und schlecht verteilte Rücksetzpunkte. Die leicht übertriebene Anzahl von Bildschirmanzeigen mindert den Spielspaß zeitweise doch ein wenig. Innerhalb der Story fehlen Hintergrundinformationen und kurze Briefings, die einen auf den Stand der Dinge bringen. Assault Horizon ist bei weitem kein perfektes Spiel, macht aber so viele Dinge richtig, dass kleine Fehler leicht zu verschmerzen sind.

Raphael “rapha1405″ Margreiter für topoftheGAMES.com

Positiv
» Top Inszenierung mit viel Action
» Guter Soundtrack
» Steuerung geht gut von der Hand
» Abwechslungsreiche Missionen
» Viele Luftfahrzeuge
» Schöne Weitsicht
» Tolle Licht- & Schatteneffekte
» Kurze Ladezeiten
» 5 Sprachen anwählbar
» Gut präsentierte Story
» Schöne Effekte (Wetteranimationen etc.)
Negativ
» Schadensmodell nicht immer 100%-ig realistisch
» Kaum Hintergrundinformationen
» Missionen wirken teilweise in die Länge gezogen
» Boden fehlt es an Details
» Teils matschige Texturen
» Frage nach dem „Wieso?“ bei manchen Missionen
» Kampagne könnte insgesamt etwas länger sein






So werten wir!
Entwickler: Namco Bandai | Publisher: Namco Bandai | Erscheinungstermin: 14. Oktober 2011 | Testsystem: XBOX 360
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  1.  
    wenns mal günstig zu haben ist..



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