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Test: F1 2011


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Formel 1, die Königsklasse des Motorsports. Bereits letztes Jahr erschien der erste Teil F1 2010 von den britischen Entwicklern Codemasters. Der Titel sorgte mit durchweg positiven Kritiken für Begeisterung in der Rennspielwelt. Kann der Nachfolger F1 2011 ebenso glänzen oder ist es nur ein lauwarmer Aufguss?

Die aktuelle Formel 1 Saison neigt sich dem Ende zu und der Weltmeister steht mit Sebastian Vettel fest. Glückwunsch zur erneuten Titelverteidigung an den gebürtigen Heppenheimer. Wollt ihr selbst Weltmeister werden, stehen euch folgende Spielmodi zur Verfügung: Karriere, Grand-Prix, Zeitfahren und dieses Jahr der neue Online-Modus. Ähnlich wie im Vorgänger dürft ihr als blutiger Anfänger eine Karriere als Formel 1 Fahrer starten. Zunächst müsst ihr allerdings kleine Brötchen backen. Als Max Mustermann könnt ihr natürlich nicht gleich bei Ferrari oder Red Bull einen Fahrervertrag unterschreiben. Teams wie Force India oder Lotus Racing reißen sich aber um eure Dienste. Habt ihr euch für eines der Teams entschieden, startet eure Karriere gleichermaßen wie beim Vorgänger F1 2010. Doch erfreulicherweise ist eure Laufbahn in der Formel 1 nicht mehr ganz so monoton wie im letzten Teil der Serie. Ihr bekommt stetig neue E-Mails von eurer persönlicher Assistentin, der Boxencrew und eurem Teamchef. Auch das teaminterne Duell mit eurem Teamkameraden wurde überarbeitet und ist nun ein wichtiges Element. Schafft ihr es schneller und mehr Punkte zu holen als euer Teamfahrer, winken euch Belohnungen. Unter anderem als erster die neusten Updates der Boliden abzugreifen, sowie den Status als Nummer 1 im Team. Das alles tut dem Karriere-Modus gut und bringt eine nette Abwechslung sowie reale Atmosphäre hinein. Auch in diesem Jahr müsst ihr euch nahezu nach jedem Rennen mit kritischen Fragen seitens der Reporter auseinandersetzen. Welche auch nicht davor scheuen, ein Keil zwischen Team, Fahrer oder gar Teamkollegen zu treiben.

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Aquaplaning

Was ist außer dem überarbeitenden Karriere-Modus neu im Gegensatz zum Vorgänger? Gameplay-technisch verändert sich der Titel in erster Linie aufgrund der neuen Regelungen in der Formel 1 Saison 2011 deutlich. Das bedeutet, neue Saison, neue Regeln. Hallo DRS und KERS.

„DRS” ist ein System zur Verstellung des Heckflüges, das im Training und Qualifying jederzeit – im Rennen dagegen nur unter bestimmten Voraussetzungen – eingesetzt werden darf. Das „KERS-System“ hingegen bietet den entsprechend ausgerüsteten Autos eine kurzfristige Leistungssteigerung, die vor allem am Ausgang langsamer Kurven sehr effektiv, aber ebenso effizient zum Verteidigen gegen einen hinterherfahrenden Gegner eingesetzt werden kann. Diese beiden gravierenden Änderungen fügen sich perfekt in das ohnehin sehr gute Gameplay ein. Ein irres Gefühl bei 330 km/h im Windschatten das DRS zu aktivieren und geradezu am Vordermann vorbeizufliegen. Beim KERS verhält sich das ähnlich. Der kleine Geschwindigkeitsschub der euch in jeder Runde etwa 6 Sekunden einen 80 PS-Schub bietet, macht euch die nötigen Zehntel schneller als die Konkurrenz. Vorausgesetzt, ihr nutzt die Features im richtigen Moment. Diese beiden Eigenschaften machen das Spiel taktischer, sogar unberechenbarer. Eure Manöver könnt ihr nun ganz gezielt planen.

Kongenial wird das ganze mit der sehr direkten und präzisen Steuerung umgesetzt. Und wir meinen beispielhaft umgesetzt, nahezu an der Perfektion. Aber genau diese kann euch im gleichen Moment an den Rand der Verzweiflung bringen, denn jeder kleinste Fahrfehler wird brutal bestraft. Stichwort: Unter- und Übersteuern (sofern man alle Fahrhilfen ausgestellt hat). Insgesamt ist die verbesserte Fahrphysik mehr als gelungen, gespickt mit einem sensationellen Geschwindigkeitsgefühl. Von den F1-Fans sehnlichst erwartet, hat nun auch das Safety Car seinen Platz in F1 2011 gefunden. Allerdings müsst ihr dieses erst in den Optionen aktivieren. Wer keine Lust hat seine eigene Karriere zu starten, kann sich im „Grand Prix-Modus“ in ein Rennwochenende mit seinem Lieblingsfahrer stürzen und sich dort in aller Ruhe die einzelnen Strecken unter Wettkampfbedingungen anschauen. Auch das normale Zeitfahren (ohne Kontrahenten) ist vertreten. Hier könnt ihr auf Streckenrekorde Jagd gehen und werdet je nach Leistung und Erfolg mit Gold-, Silber- oder Bronze Medaillen belohnt. Eure gefahrenen Bestzeiten werden bei aktiver Online-Verbindung steht’s mit anderen Mitspielern verglichen, sodass ihr jederzeit sehen könnt, wie schnell ihr im internationalen Vergleich pro Strecke seid. Die Präsentation ist insgesamt sehr anständig, die Königsklasse des Motorsports wird gut eingefangen.

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