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Special: gamescom 2011 – Tag 0


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Der “Tag 0″ ist überstanden. Ich befinde mich in meinem kuscheligen Hotelzimmer, welches zahlreiche kleine Mängel aufweist, wie unter anderem einen fehlenden Schreibtisch oder Tischchen aber “who cares”, das Wlan funktioniert nämlich ausgezeichnet. Wenn man den günstigen Preis bedenkt und ein gemütliches Bett, nimmt man gerne zahlreiche gut kaschierte Löcher in Wänden und einen schief sitzenden Klodeckel in Kauf.

Die Anreise war dagegen ein ganz anderes Kaliber. Ich spreche hier von der Deutschen Bahn, der einstige Stolz und Grundpfeiler der deutschen Nation. Das erste was ich heute hörte, war ein eigentlich belangloser Radio-Beitrag in welchem es um die Zufriedenheit von Angestellten der DB ging. Diesem Bericht zufolge, zeigen sich 70% aller DB-Angestellten höchst unzufrieden. Belanglos, so dachte ich. Guter Dinge machte ich mich also auf, stieg in den ICE und setzte mich in einen kaputten Sitz der nur noch die Liegeposition anbot. Ok, kann vorkommen. Zwei Sitze später, die ebenfalls kaputt waren, erwischte ich endlich einen funktionstüchtigen und merkte wie der Zug immer langsamer fuhr. “Entschuldigen sie liebe Fahrgäste, aufgrund eines defekten Streckenabschnitts sind wir leider gezwungen nur 100 kmh zu fahren” erklang es in den Lautsprechern. Auch das, kein Problem, schließlich hatte ich an diesem Tag noch kein Frühstück zu mir genommen und so bot es sich an in aller Ruhe das Bordbistro aufzusuchen, für einen kleinen Snack. Belegte Brötchen 2,80 € – Welch Angebot so dachte ich und lag somit völlig falsch, denn die Brötchen in diesem Zug waren leider alle abgelaufen und somit unverkäuflich. “Ok, auch das noch”, schoss mir durch den Kopf, aber da der Frankfurter Hauptbahnhof und somit meine Umstiegsstation immer näher kam, war auch das kein Problem.

Eine Station vor dem Ziel ein weiterer Zufall: Der Zug blieb endgültig stehen, im Lautsprecher ertönte “Dieser Zug fällt wegen einem Defekt aus, wir bitten sie auszusteigen” und ich fühlte mich belogen. Von wegen Streckenführung kaputt… Aber locker wie Spielejournalisten sein sollten, wartete ich nun also brav 40 Minuten auf den Ersatzzug, stellte mit Entsetzen fest, dass auch dort Brötchen nicht verkauft werden da abgelaufen und ließ mich vom Bistro-Angestellten ankeifen “Ich solle nicht doof gucken, er kann doch nix dafür.” Immerhin funktionierte der erstgewählte Sitz wie vorgesehen. Weiter ging es nun also, der Zug erreichte die Umstieg-Station in Rekordzeit und ich sprach eine Zugbegleiterin auf den Radiobericht an und fragte sie nach ihrer Meinung dazu. Sie sagte: “Also ich weiß auch nicht, das einzige was mich total nervt, ist das 70% der Fahrgäste immer mies drauf sind”. Tja, welch Wunder.

Doch nun zu den Games. Heute, am Tag 0 sozusagen und somit einen Tag vor der Öffnung der Messe für Fachbesucher, standen für mich zwei Dinge auf dem Plan:

1. EA Pressekonferenz

2.Digital Reality und Grasshopper Manufacture

Punkt 1. ist schnell erzählt. EA zeigte sein diesjähriges Portfolio, darunter FIFA Street, Need For Speed:The Run, SSX, Star Wars The Old Republic, Mass Effect 3 und Battlefield 3. Die Show war laut… unfassbar laut. Der Bass schoss durch den ganzen Körper und ein Schelm wer hier denkt, solche Effekte werden gezielt raus gelassen um Gameplay-Szenen zu unterstützen. Zu den Spielen selbst kann man nur sagen: Macht euch ein eigenes Urteil und schaut euch die Trailer in unserer Video-Sektion nochmal in Ruhe an oder gar die ganze Pressekonferenz nachträglich.

Zum zweiten Punkt gibt es da schon mehr zu erzählen. Digital Reality und Grasshopper Manufacture luden uns zum Event ein, hoch über den Dächern von Köln. Genauer gesagt im Top of Cologne, einer Location in der 45. Etage des ColoniaHauses „An der Schanz“. 150 Meter über den Dächern der Stadt bekamen wir die beiden Spiele Sine Mora und Black Knight Sword zu sehen. Ursprünglich sollte Gōichi Suda, auch bekannt als Suda51, ebenfalls anwesend sein. Aus ungenannten Gründen hat dieser leider seine gamescom Präsenz und eben diesen Event-Auftritt abgesagt, hinterließ jedoch allen Gästen eine Videobotschaft als nette Geste. Vertreten wurde er allerdings durch nicht weniger prominenten Besuch, denn Akira Yamaoka, vor allem bekannt für die Musik-Komposition von Silent Hill, erwies uns stattdessen die Ehre. Das Mitwirken des Kult-Komponisten bezieht sich auf beide vorgestellten Titel.

Hands On Berichte

Sine Mora
Sine Mora ist ein Shoot em Up der besonderen Art. In schöner 3D-Grafik fliegt ihr mit einem Flugzeug in Genre-typischer 2D-Perspektive durch das Level und ballert möglichst alles kaputt, das euch gefährlich werden könnte. Neben dem Normal-Schuss habt ihr zusätzlich noch eine Sekundärwaffe an Bord und füllt bei erfolgreichem Nicht-getroffen-werden einen Balken der euch eine Zeitlupenfunktion ermöglicht. Der besondere Clou ist jedoch die Abhängigkeit zwischen den Gegnern und Zeit. Wer sich dem Gegner nicht stellt und stattdessen lieber ausweicht, verliert. Ein Countdown tickt unerbittlich runter und die einzige Chance ihn zu überstehen ist ein gelungener Gegnerabschuss und somit der Gewinn an Zeit.

Sine Mora bietet neben einem Arcade-Modus auch einen Story-Modus, in dem man sich für einen der verschiedenen Charaktere bzw. Flieger entscheidet und eine eigens für ihn angepasste Version der Story erlebt, die in Zwischensequenzen und Textkasten-Dialogen erzählt wird. Digital Realitys Game Designer Paul Toderas verriet uns, die Textkasten-Dialoge werden noch optisch um Anime-Bildchen der sprechenden Charaktere ergänzt. Zudem sagte man uns, Online-Modi wären angedacht, welche dies aber nun seien stehe noch nicht fest und wird noch verkündet.

Alles in einem macht der Titel bereits jetzt schon einen feinen Eindruck. Die Steuerung ist direkt und präzise, der Schwierigkeitsgrad des ersten Abschnitts herausfordernd. Im finalen Spiel kann dann aus mehreren Schwierigkeitsstufen gewählt werden, Insane-Modus inklusive. Das Spiel soll Januar 2012 zunächst für PSN, später dann für XBLA und Steam erscheinen. Ihr findet den Trailer natürlich hier bei uns auf der Seite.

Black Knight Sword
Man merkte es: Black Knight Sword stellt für Komponist Akira Yamaoka einen besonderen Titel dar. Kein Wunder, macht seine Musik bei diesem Titel doch einen großen Teil des Charmes und der Atmosphäre aus, ganz wie bei Silent Hill also. Zwar ist Black Knight Sword weit entfernt davon ein Survival-Horror-Adventure zu sein, blutig geht es dennoch zu, auch wenn das Spiel eigentlich Kindheitserinnerungen zum Thema hat. Das Konzept ist denkbar einfach. Als rittergewordene Marionetten-Figur zieht ihr in 2D durch eine skurill gezeichnete Welt und tötet mit eurem Schwert zahlreiche seltsame Wesen. Der Grasshopper-Stil ist nicht zu übersehen, das Blut spritzt nicht, es sprüht. Die durchgehend handgezeichneten Welten und Gegner spiegeln einen Kinderzimmer-Charme, der Kinder wohl eher verstören würde. Klassisches 2D-Action Gameplay mit Waffenupgrades im Shop und Bossfights am Ende eines Levels runden den positiven Eindruck ab, die Präsentation des Spiels mit seiner ganz eigenen Art, setzt dem schwarzen Ritter aber die Krone auf.

Hier noch 4 Bilder die den Tages-Bericht für heute abschließen:

Olaf “OtaQ” Szymanski für topoftheGAMES.com

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One Response to Special: gamescom 2011 – Tag 0

  1.  
    also ich muss die gute bahn jetzt doch mal in schutz nehmen.. bin fast das ganze lezte jahr damit von schwabach nach nürnberg gefahren und hatte eigentlich nie irgendwelche probleme.. klar ist ne recht kurze strecke.. aber trozdem.. und das personal war auch ok.. die haben schon mal ein auge zu gedrückt wenn man mal seinen geldbeutel mit fahrkarte vergessen hatte.. ^^ daumen hoch für die bahm! ..zumindest in franken ;)

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